Abfallwirtschaft

Was versteht man eigentlich unter Abfallwirtschaft? Anni Abfall deckt auf!

JMüllbergeden Tag produziert die Weltbevölkerung Schätzungen zufolge rund 3,5 Millionen Tonnen Abfall.

Im Jahr 1900 produzierten die Städte weltweit etwa 300.000 Tonnen Abfall pro Tag. Ein Jahrhundert später, im Jahr 2000 verzehnfachte sich die Menge auf drei Millionen Tonnen. Wenn der Trend ungebrochen weitergeht, so rechnen die Wissenschaftler vor, würden im Jahr 2100 täglich mehr als elf Millionen Tonnen Abfälle anfallen.

Wegwerfmentalität, Überkonsumption und ein hoher Ressourcenverbrauch beschreiben diese Entwicklung am treffendsten. Das hohe Abfallaufkommen lässt den Anschein erwecken, als koste es nichts der Natur wertvolle Ressourcen zu entreißen und die nach kürzester Zeit wieder als Abfall auf den Müllhalden landen, nur um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Ein umsichtiges und bewusstes Handeln im Sinne des Nachhaltigkeitsprinzips spiegelt das nicht wieder.

Allgemein gilt für eine nachhaltige Abfallwirtschaft der Grundsatz: vermeiden vor verwerten, vor beseitigen. Nach diesem Grundsatz, der sogenannten Abfallhierarchie, wird heute in Deutschland mit Abfällen verfahren. Abfall vermeiden heißt, weniger Rohstoffe zu verbrauchen und Umweltbelastungen zu verringern. Abfall verwerten bedeutet, dass Rohstoffe und Energie in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Ist dies nicht möglich, muss der Abfall beseitigt werden.

paragrafNeben weiteren Gesetzen ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz maßgebend für die rechtliche Regelung der deutschen Abfallwirtschaft. Ziel dabei ist die Umsetzung einer lückenlosen Kreislaufwirtschaft.

Um einen genaueren Einblick in die Kreislauswirtschaft zu bekommen und die Abfallhierarchie besser zu verstehen, wird in den beiden Unterkapitel darauf eingegangen.