Kreislaufwirtschaft

Die nachhaltige Abfallwirtschaft hat zum Ziel, die Menge der in der Wirtschaft und in den Haushalten anfallenden Abfälle umweltverträglich zu entsorgen und so weit möglich zu verringern. Dabei spielt das Engagement der beteiligten Akteure der Kreislaufwirtschaft eine wichtige Rolle.

gemeinnützig

Die Akteure sind die Staatsverwaltung, die Unternehmen und die Verbraucher. Die Staatsverwaltung umfasst hierbei sowohl die Verwaltung auf Bundes-, Bezirks-, sowie Kommunalebene. Die Hersteller bilden mit den Produzenten, den Importeuren, den Exporteuren und den Händlern die Gruppe der Unternehmen. Als Verbraucher werden alle Bürgerinnen und Bürger bezeichnet, die Waren oder Dienstleistungen aus eigenen Interessen käuflich erwerben.

Die Staatsverwaltung stellt innerhalb der Kreislaufwirtschaft den gesellschaftlichen Rahmen und die Kontrollmechanismen dar. Der Staatsverwaltung unterliegen die Unternehmen, der Verbraucher und der Entsorger. Die Unternehmen geben ihre Produkte an den Verbraucher und dieser wiederum gibt sein Altprodukt an den Hersteller oder den Entsorger zurück. Der Entsorger gibt ebenso Teile oder sogar alles an die Unternehmen zurück. Dadurch entsteht eine Kreislaufführung von Geräten, Komponenten und Materialien. Dies ist gesetzlich im Kreislaufwirtschaftgesetz (Kurz: KrWG) geregelt.

Warum die Kreislaufwirtschaft so wichtig für alle Beteiligten ist, besagt der §1 des KrWG.

paragrafZweck des Gesetzes ist es, die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern und den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen sicherzustellen.

Eine sachgerechte Entsorgung von Altprodukten ist also wichtig, weil die Abfälle wertvolle Rohstoffe liefern und weil sie gefährlichen Schadstoffe enthalten können. Schon kleinste Mengen, die über den Hausmüll falsch entsorgt werden, können der Umwelt schaden. Schwermetalle, Altöle oder giftige Chemikalien können so Tiere und Pflanzen schädigen und sich in der Nahrungskette anreichern.

Die heutigen Grundpflichten der Kreislaufwirtschaft und der Abfallbeseitigung werden im KrWG geregelt, das 2012 in Kraft trat. Nach §7 sind die Erzeuger oder Besitzer von Abfällen verpflichtet ihre Abfälle zu verwerten, bevor sie beseitigt werden. Außer die Beseitigung gewährleistet den Schutz von Mensch und Umwelt am besten. Ist dies der Fall, so muss der Abfall beseitigt werden. Die Verwertung von Abfällen hat ordnungsgemäß, d.h. im Sinne der Vorschriften zu erfolgen. Ebenso muss die Verwertung schadlos erfolgen, d.h. es ist nicht zu erwarten, dass das Ausmaß das Wohl der Allgemeinheit beeinträchtigt. Die Verwertungspflicht besteht dann, wenn dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist.

Müllabfuhr_AbfallKrWG §15 besagt, dass die Erzeuger oder Besitzer von nicht verwertbaren Abfällen verpflichtet sind, diese zu beseitigen. Die Beseitigung muss so erfolgen, dass das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird. Die Menge und Schädlichkeit der Abfälle sind zu vermindern. Außerdem sind die Energien und Abfälle, die bei der Beseitigung anfallen hochwertig zu nutzen.

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